Fotobücher
Persönliche Fotobücher als Hardcover oder Softcover — im Digitaldruck oder auf belichtetem Fotopapier, auf Wunsch mit Layflat-Bindung.
Mehr →Wie aus vielen Fotos ein stimmiges Buch wird: Tipps zu Bildauswahl, Auflösung, Seitenlayout, Layflat-Bindung, Papier und Farbe am Bildschirm.
Ein Fotobuch hält Urlaube, Hochzeiten oder ein ganzes Familienjahr fest — und bleibt deutlich länger im Blick als Bilder auf dem Smartphone. Damit das Ergebnis überzeugt, lohnt sich etwas Planung: Die meisten Enttäuschungen entstehen nicht beim Druck, sondern bei Bildauswahl, Auflösung und Farbe am Bildschirm.
Der wichtigste Schritt passiert vor dem Layout. Sortieren Sie großzügig aus: unscharfe Bilder, Serien fast identischer Aufnahmen und Fotos, die nur für Sie selbst eine Bedeutung haben. Ein Buch wirkt stärker, wenn einzelne Bilder Raum bekommen.
Für hochwertigen Druck gelten etwa 300 Pixel pro Zoll (ppi) in der späteren Druckgröße als guter Richtwert. Ein Foto, das eine ganze Doppelseite füllen soll, braucht also deutlich mehr Pixel als ein kleines Bild in einer Collage. Aktuelle Smartphones und Kameras liefern meist genug, problematisch sind vor allem stark beschnittene Ausschnitte und Bilder aus Messenger-Diensten, die beim Versand verkleinert werden.
| Bildbreite im Buch | Pixel bei ca. 300 ppi |
|---|---|
| 10 cm | ca. 1.180 px |
| 20 cm | ca. 2.360 px |
| 30 cm | ca. 3.540 px |
| 40 cm (Doppelseite) | ca. 4.720 px |
Die meisten Fotobuch-Programme warnen, wenn ein Bild für die gewählte Größe zu klein ist. Nehmen Sie diese Warnung ernst. Hintergründe zur Auflösung erklärt der Beitrag „Rasterung und Auflösung“.
Bei einer klassischen Klebebindung — ob mit Soft- oder Hardcover — öffnet sich das Buch nicht vollständig flach. Im Bund verschwindet ein Streifen des Motivs. Bilder über eine Doppelseite sind dann heikel, besonders wenn ein Gesicht in der Mitte liegt.
Bei der Layflat-Bindung werden die Seiten so verarbeitet, dass das aufgeschlagene Buch nahezu flach liegt. Doppelseitige Panoramen wirken dann ohne störenden Knick im Bund. Oft werden dafür starke, kartonähnliche Seiten verwendet, das Buch wird dadurch dicker und schwerer. Einen Überblick über Bindearten gibt der Beitrag „Bindungsarten im Überblick“.
Fotobücher werden entweder im Digitaldruck auf Papier gedruckt oder auf echtem Fotopapier belichtet. Digitaldruck bietet eine große Auswahl an Papieren und Formaten, Fotopapier eine besonders gleichmäßige Wiedergabe von Verläufen und Hauttönen. Bei den Oberflächen stehen meist matt, seidenmatt und glänzend zur Wahl: Glänzend wirkt brillanter, spiegelt aber, matt ist unempfindlicher gegen Fingerabdrücke und bei Kunstlicht angenehmer zu betrachten.
Die häufigste Enttäuschung: Der Druck wirkt dunkler als am Bildschirm. Der Grund ist einfach — Monitore leuchten selbst und sind oft sehr hell eingestellt, Papier reflektiert nur Licht. Ein Bildschirm, der zu hell ist, verführt dazu, Fotos zu dunkel zu bearbeiten.