Glossar

Farbraum.

Auch: Gamut, Farbumfang

Gesamtheit der Farben, die ein Gerät, ein Verfahren oder ein Farbmodell darstellen beziehungsweise wiedergeben kann. Der Farbraum des Vierfarbdrucks ist deutlich kleiner als der eines Bildschirms.


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Erklärung

Monitore erzeugen Farben durch Licht (additiv, RGB), Druckmaschinen durch übereinanderliegende Farbschichten auf Papier (subtraktiv, CMYK). Beide Systeme können unterschiedlich viele Farben darstellen. Vor allem leuchtende Grün-, Blau- und Orangetöne, die auf dem Bildschirm kräftig wirken, liegen oft außerhalb des druckbaren Farbraums.

  • RGB-Farbräume wie sRGB oder Adobe RGB: für Bildschirm und Fotografie.
  • CMYK-Farbräume: abhängig von Druckverfahren und Papier, beschrieben durch ein Farbprofil.
  • Lab: geräteunabhängiger Farbraum, der als Referenz beim Umrechnen dient.

Werden RGB-Daten in CMYK umgewandelt, müssen Farben außerhalb des Zielfarbraums angepasst werden. Das kann sichtbare Farbverschiebungen verursachen. Wer farbkritische Motive druckt, sollte die Umwandlung deshalb selbst prüfen oder einen Proof anfordern. Farben, die im CMYK-Farbraum nicht erreichbar sind, lassen sich unter Umständen als Sonderfarbe drucken.


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Siehe auch

Farbprofil
Standardisierte Datei, die beschreibt, wie ein Gerät oder eine Druckbedingung Farben wiedergibt. Mit Farbprofilen lassen sich Farben zwischen Bildschirm, Kamera und Druck möglichst verlässlich umrechnen.
CMYK
CMYK steht für die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz), aus denen im Vierfarbdruck die meisten Farbtöne gemischt werden. Druckdaten sollten in diesem Farbmodus bzw. mit dem von der Druckerei vorgegebenen CMYK-Profil angelegt werden.
RGB
Farbmodell, das Farben aus rotem, grünem und blauem Licht mischt. RGB ist der Farbraum von Bildschirmen, Digitalkameras und Scannern; für den Druck müssen RGB-Daten in CMYK umgerechnet werden.
Sonderfarbe
Eine Sonderfarbe ist eine vorgemischte Druckfarbe, die nicht aus den vier Skalenfarben CMYK aufgebaut, sondern als eigene Farbe gedruckt wird. Bekannte Farbsysteme für Sonderfarben sind Pantone und HKS.
Proof
Eine Vorab-Darstellung des Druckergebnisses, mit der Farben und Inhalte vor dem Auflagendruck geprüft werden. Ein farbverbindlicher Proof (Contract Proof) simuliert die spätere Druckbedingung nach einem definierten Standard und dient als Referenz zwischen Kunde und Druckerei.


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