Glossar

Lithografie.

Auch: Steindruck, Lithographie

Flachdruckverfahren, das gegen Ende des 18. Jahrhunderts von Alois Senefelder erfunden wurde. Es beruht darauf, dass sich Fett und Wasser abstoßen: Auf einem Kalkstein nehmen nur die mit fetthaltiger Kreide oder Tusche gezeichneten Stellen die Druckfarbe an.


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Erklärung

Alois Senefelder entwickelte den Steindruck in den 1790er-Jahren in München. Als Druckform diente ein fein geschliffener Kalkstein, bevorzugt aus der Gegend von Solnhofen. Der Künstler zeichnete sein Motiv mit fetthaltiger Kreide oder Tusche direkt auf den Stein. Anschließend wurde der Stein chemisch behandelt und vor dem Einfärben befeuchtet: Die freien Stellen nehmen Wasser auf und stoßen die fette Druckfarbe ab, die gezeichneten Stellen dagegen nehmen die Farbe an.

Weil druckende und nicht druckende Stellen auf einer Ebene liegen, zählt die Lithografie zum Flachdruck. Sie ermöglichte erstmals, Zeichnungen mit feinen Tonabstufungen vergleichsweise günstig zu vervielfältigen. Im 19. Jahrhundert wurde sie für Noten, Landkarten, Plakate und Etiketten genutzt; mit der Chromolithografie entstanden farbige Drucke aus vielen einzeln gedruckten Farben.

Künstlerinnen und Künstler arbeiten bis heute mit der Lithografie. Das Prinzip lebt außerdem im Offsetdruck weiter: Statt eines Steins dient eine Aluminiumplatte als Druckform, und die Farbe wird über ein Gummituch indirekt auf das Papier übertragen.


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Siehe auch

Flachdruck
Druckprinzip, bei dem druckende und nicht druckende Stellen der Druckform praktisch in einer Ebene liegen. Die Trennung beruht auf unterschiedlichem Verhalten der Oberfläche gegenüber Farbe und Wasser; wichtigste Vertreter sind die Lithografie und der Offsetdruck.
Offsetdruck
Das am weitesten verbreitete industrielle Druckverfahren für Papierdrucksachen. Es ist ein indirektes Flachdruckverfahren: Die Farbe gelangt von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier.
Chromolithografie
Die Chromolithografie ist ein farbiges Steindruckverfahren des 19. Jahrhunderts, bei dem für jede Farbe ein eigener Stein angefertigt und nacheinander passgenau gedruckt wird. Mit ihr ließen sich erstmals farbige Bilder, Etiketten, Plakate und Sammelbilder in großen Stückzahlen herstellen.
Hochdruck
Druckverfahren, bei dem die druckenden Teile der Druckform erhaben über den nicht druckenden Teilen liegen. Nur die erhöhten Stellen nehmen Farbe an und geben sie an das Papier ab – wie bei einem Stempel.
Tiefdruck
Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Die Farbe wird in diese Vertiefungen gefüllt, die Oberfläche abgerakelt und die Farbe unter Druck auf den Bedruckstoff übertragen.

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Im Ratgeber



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