Glossar

Hochdruck.

Auch: Relief Printing

Druckverfahren, bei dem die druckenden Teile der Druckform erhaben über den nicht druckenden Teilen liegen. Nur die erhöhten Stellen nehmen Farbe an und geben sie an das Papier ab – wie bei einem Stempel.


01

Erklärung

Der Hochdruck ist das älteste der großen Druckprinzipien. Zu ihm gehören der Holzschnitt, der Buchdruck mit beweglichen Lettern, wie ihn Gutenberg um 1450 entwickelte, und der moderne Flexodruck. Über Jahrhunderte wurden Bücher und Zeitungen überwiegend im Hochdruck hergestellt, bis ihn im 20. Jahrhundert der Offsetdruck weitgehend ablöste.

  • Buchdruck: Druck mit Lettern aus Metall oder Holz, heute vor allem als Letterpress für besondere Drucksachen.
  • Flexodruck: mit flexiblen Druckplatten, vor allem für Verpackungen und Etiketten.
  • Holz- und Linolschnitt: künstlerische Hochdrucktechniken.

Typisch für den Hochdruck ist, dass die Druckform ins Papier drückt. Dabei entsteht oft ein feiner Quetschrand an den Kanten der Buchstaben, und auf der Rückseite kann eine leichte Schattierung spürbar sein. Beim heutigen Letterpress wird dieser Effekt bewusst eingesetzt.

Die anderen Druckprinzipien sind der Tiefdruck, der Flachdruck (z. B. Offsetdruck) und der Durchdruck (Siebdruck).


02

Siehe auch

Buchdruck
Buchdruck ist ein Hochdruckverfahren, bei dem erhabene Lettern oder Klischees eingefärbt und direkt auf das Papier gepresst werden. Johannes Gutenberg entwickelte um 1450 in Mainz das System aus gegossenen Metalllettern und Druckpresse, das den Buchdruck in Europa begründete.
Flexodruck
Hochdruckverfahren mit flexiblen Druckplatten aus Fotopolymer oder Gummi und dünnflüssigen, schnell trocknenden Farben. Es wird vor allem für Verpackungen, Etiketten, Folien und Wellpappe eingesetzt.
Holzschnitt
Hochdrucktechnik, bei der alle nicht druckenden Stellen aus einem Holzblock herausgeschnitten werden, sodass das Motiv erhaben stehen bleibt. In Europa ist der Holzschnitt auf Papier seit etwa 1400 belegt und diente vor und neben dem Buchdruck zur Illustration von Drucken.
Tiefdruck
Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Die Farbe wird in diese Vertiefungen gefüllt, die Oberfläche abgerakelt und die Farbe unter Druck auf den Bedruckstoff übertragen.
Flachdruck
Druckprinzip, bei dem druckende und nicht druckende Stellen der Druckform praktisch in einer Ebene liegen. Die Trennung beruht auf unterschiedlichem Verhalten der Oberfläche gegenüber Farbe und Wasser; wichtigste Vertreter sind die Lithografie und der Offsetdruck.
Siebdruck
Beim Siebdruck wird Farbe mit einer Rakel durch ein feinmaschiges Gewebe gedrückt, das an den nicht druckenden Stellen durch eine Schablone verschlossen ist. Das Verfahren eignet sich für viele Materialien und erzeugt einen kräftigen Farbauftrag.

03

Im Ratgeber


Stand: