Offsetdruck vs. Digitaldruck
Wann lohnt sich Offset, wann Digitaldruck? Die beiden wichtigsten Verfahren für Papierdrucksachen im Vergleich — mit Faustregeln zu Auflage, Farbe und Kosten.
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Das am weitesten verbreitete industrielle Druckverfahren für Papierdrucksachen. Es ist ein indirektes Flachdruckverfahren: Die Farbe gelangt von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier.
Der Offsetdruck beruht wie die Lithografie auf dem Gegensatz von Fett und Wasser. Die Druckplatte – heute meist eine dünne Aluminiumplatte, die per Computer-to-Plate belichtet wird – hat druckende Stellen, die Farbe annehmen, und nicht druckende Stellen, die mit einem Feuchtmittel benetzt werden und die Farbe abstoßen. Daneben gibt es den wasserlosen Offsetdruck, der mit speziellen Platten ohne Feuchtmittel arbeitet.
Der Name kommt vom englischen „to set off“ (absetzen): Das Druckbild wird nicht direkt, sondern über den Gummituchzylinder übertragen. Das elastische Gummituch passt sich der Papieroberfläche an und schont die Platte. Entwickelt wurde der Offsetdruck auf Papier Anfang des 20. Jahrhunderts.
Weil für jede Farbe eine eigene Platte hergestellt und die Maschine eingerichtet werden muss, lohnt sich der Offsetdruck vor allem ab mittleren Auflagen. Bei kleinen Stückzahlen ist der Digitaldruck oft wirtschaftlicher.
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