Glossar

Farbprofil.

Auch: ICC-Profil, Ausgabeprofil

Standardisierte Datei, die beschreibt, wie ein Gerät oder eine Druckbedingung Farben wiedergibt. Mit Farbprofilen lassen sich Farben zwischen Bildschirm, Kamera und Druck möglichst verlässlich umrechnen.


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Erklärung

Farbprofile folgen dem Standard des International Color Consortium (ICC), daher der Name ICC-Profil. Ein Profil ordnet den Gerätewerten – etwa RGB-Werten eines Monitors oder CMYK-Werten einer Druckmaschine – geräteunabhängige Farbwerte zu. Farbmanagement-Software rechnet darüber Farben von einem Farbraum in einen anderen um.

Im Druck beschreibt ein Profil eine bestimmte Druckbedingung: Druckverfahren, Papiersorte und Farbaufbau. Für den Offsetdruck auf gestrichenem Papier sind in Europa etwa „ISO Coated v2“ und dessen Nachfolger „PSO Coated v3“ verbreitet, für ungestrichenes Papier gibt es eigene Profile.


02

Siehe auch

Farbraum
Gesamtheit der Farben, die ein Gerät, ein Verfahren oder ein Farbmodell darstellen beziehungsweise wiedergeben kann. Der Farbraum des Vierfarbdrucks ist deutlich kleiner als der eines Bildschirms.
ISO Coated
Verbreitetes ICC-Farbprofil der European Color Initiative (ECI) für den Offsetdruck auf gestrichenem Papier, basierend auf den Fogra-Charakterisierungsdaten FOGRA39. Als Nachfolger für aktuelle Druckstandards gilt PSO Coated v3; welches Profil verwendet werden soll, gibt die Druckerei vor.
CMYK
CMYK steht für die vier Druckfarben Cyan, Magenta, Yellow (Gelb) und Key (Schwarz), aus denen im Vierfarbdruck die meisten Farbtöne gemischt werden. Druckdaten sollten in diesem Farbmodus bzw. mit dem von der Druckerei vorgegebenen CMYK-Profil angelegt werden.
RGB
Farbmodell, das Farben aus rotem, grünem und blauem Licht mischt. RGB ist der Farbraum von Bildschirmen, Digitalkameras und Scannern; für den Druck müssen RGB-Daten in CMYK umgerechnet werden.
Fogra
Deutsches Forschungsinstitut für die Druck- und Medientechnik, dessen Messdaten (Charakterisierungsdaten) die Grundlage vieler Standard-Farbprofile bilden. Bezeichnungen wie FOGRA39 oder FOGRA51 stehen für solche Datensätze einer bestimmten Druckbedingung.
Softproof
Ein Softproof ist die Simulation eines Druckergebnisses auf einem kalibrierten Monitor. Er ersetzt einen gedruckten Proof nur, wenn Monitor, Farbprofile und Betrachtungsbedingungen genau abgestimmt sind.


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