Flyer
Werbeflyer und Handzettel in DIN-Formaten und Sonderformaten — in kleinen wie großen Auflagen, schnell verteilt.
Mehr →Beschnittzugabe, Sicherheitsabstand, 300 dpi, CMYK und PDF/X — die wichtigsten Regeln, damit die Druckerei Ihre Datei ohne Rückfragen verarbeiten kann.
Die meisten Verzögerungen im Druckauftrag entstehen nicht an der Maschine, sondern bei der Datenprüfung: Bilder zu niedrig aufgelöst, Text zu nah am Rand, Farben im falschen Modus. Wer ein paar Grundregeln beachtet, spart Rückfragen und bekommt ein verlässliches Ergebnis.
Gedruckt wird auf größere Bögen, die anschließend auf das Endformat geschnitten werden. Weil jeder Schnitt minimale Toleranzen hat, müssen randabfallende Hintergründe und Bilder über das Endformat hinausreichen — das ist der Anschnitt (auch Beschnittzugabe). Üblich sind 2 bis 3 mm pro Seite, je nach Druckerei; maßgeblich ist deren Vorgabe.
Umgekehrt gehört nichts Wichtiges direkt an den Rand. Texte, Logos und Seitenzahlen sollten einen Sicherheitsabstand von mindestens 3 bis 5 mm zum Endformat halten, damit sie beim Schneiden nicht angeschnitten werden.
| Bereich | Beispiel Flyer DIN A5 | Inhalt |
|---|---|---|
| Datenformat mit Anschnitt | 154 × 216 mm (3 mm je Seite) | Hintergründe, randabfallende Bilder |
| Endformat | 148 × 210 mm | fertig geschnittenes Produkt |
| Sicherheitsbereich | ca. 140 × 202 mm (4 mm Abstand) | Texte, Logos, wichtige Elemente |
Für Drucksachen, die aus normaler Leseentfernung betrachtet werden, gilt als Richtwert eine effektive Auflösung von 300 dpi im Endformat. Effektiv heißt: Ein Bild mit 300 dpi, das im Layout auf 200 % vergrößert wird, hat nur noch 150 dpi. Reine Strichgrafiken (z. B. eingescannte Unterschriften) brauchen deutlich mehr, etwa 1200 dpi. Großformate wie Banner, die aus Entfernung gesehen werden, kommen mit weniger aus.
Druckmaschinen arbeiten mit den Prozessfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK). Bilder aus Kamera oder Bildschirm liegen meist in RGB vor und sollten mit dem von der Druckerei genannten Farbprofil umgewandelt werden — sonst entscheidet die automatische Umwandlung, und leuchtende Farben können stumpfer ausfallen. Details dazu im Beitrag zu Farbprofilen.
Alle verwendeten Schriften müssen in die PDF-Datei eingebettet sein. Sehr feine Linien unter etwa 0,25 pt (knapp 0,1 mm) können im Druck wegbrechen, ebenso sehr kleine oder dünne Schriften, besonders wenn sie negativ (hell auf dunklem Grund) stehen.
PDF/X ist eine ISO-normierte Variante von PDF für den Datenaustausch in der Druckvorstufe. Sie verlangt unter anderem eingebettete Schriften und eine definierte Ausgabebedingung. Verbreitet sind PDF/X-3 und PDF/X-4; PDF/X-4 erlaubt zusätzlich Transparenzen und Ebenen, ohne sie zu reduzieren. Die gängigen Layoutprogramme bieten beide Standards als Exportvorgabe an — welche Ihre Druckerei bevorzugt, steht in deren Datenblatt.