Glossar

Druckvorstufe.

Auch: Prepress, Vorstufe, Druckvorbereitung

Die Druckvorstufe umfasst alle Arbeitsschritte zwischen Gestaltung und Druck: Datenprüfung, Bild- und Farbbearbeitung, Ausschießen, Proof und die Herstellung der Druckform. Ihr Ziel ist, dass die Daten fehlerfrei und reproduzierbar gedruckt werden können.


01

Erklärung

Früher war die Druckvorstufe ein eigenes Handwerk mit Setzern, Reprofotografen, Retuscheuren und Plattenkopierern. Mit Desktop-Publishing und digitalen Workflows sind viele Schritte zusammengewachsen und laufen heute weitgehend softwaregestützt ab.

  1. Datenannahme und Preflight: Prüfung von Format, Anschnitt, Auflösung, Schriften und Farbmodus.
  2. Farbmanagement: Umrechnung in den passenden Druckfarbraum, Kontrolle von Sonderfarben und Farbauftrag.
  3. Ausschießen: Anordnung der Seiten auf dem Druckbogen.
  4. Proof und Freigabe: verbindliche Kontrolle durch Kundin oder Kunde.
  5. Rasterung (RIP) und Belichtung der Druckplatten (CtP) bzw. Aufbereitung für den Digitaldruck.

Als Kunde beeinflussen Sie die Druckvorstufe vor allem durch die Qualität Ihrer Daten. Ein korrekt angelegtes Druck-PDF – etwa nach dem Standard PDF/X – mit Anschnitt, ausreichender Bildauflösung und eingebetteten Schriften erspart Rückfragen und Verzögerungen.


02

Siehe auch

CtP
Computer to Plate (CtP) ist die direkte Belichtung von Druckplatten aus digitalen Daten, ohne den Zwischenschritt über Film. Das Verfahren ist heute Standard in der Offsetdruckvorstufe.
Ausschießen
Ausschießen ist das Anordnen der einzelnen Seiten auf einem Druckbogen, sodass sie nach dem Falzen und Schneiden in der richtigen Reihenfolge und Ausrichtung liegen. Es gehört zur Druckvorstufe und wird heute mit spezieller Software erledigt.
Preflight
Preflight ist die technische Prüfung von Druckdaten vor der Produktion, meist automatisiert mit spezieller Software. Geprüft werden etwa Format und Anschnitt, Bildauflösung, eingebettete Schriften, Farbräume, Sonderfarben und Gesamtfarbauftrag.
Proof
Eine Vorab-Darstellung des Druckergebnisses, mit der Farben und Inhalte vor dem Auflagendruck geprüft werden. Ein farbverbindlicher Proof (Contract Proof) simuliert die spätere Druckbedingung nach einem definierten Standard und dient als Referenz zwischen Kunde und Druckerei.
PDF/X
Familie von ISO-Normen für PDF-Dateien, die für den Austausch von Druckdaten gedacht sind. PDF/X legt fest, dass alle für den Druck nötigen Informationen – Schriften, Bilder, Farbangaben und die vorgesehene Ausgabebedingung – in der Datei enthalten sein müssen.


Stand: