Glossar

Rotunda.

Auch: Rundgotisch, Rotunde

Gebrochene Schrift mit vergleichsweise runden, offenen Formen, die sich im Spätmittelalter vor allem in Italien und Spanien entwickelte. In frühen italienischen Drucken war sie verbreitet, bevor sich dort die Antiqua durchsetzte.


01

Siehe auch

Textura
Gebrochene Schrift des Spätmittelalters mit schmalen, eng stehenden und stark gebrochenen Formen, deren Schriftbild an ein gewebtes Muster erinnert. Gutenberg verwendete eine Textura für die 42-zeilige Bibel.
Schwabacher
Gebrochene Schrift, die gegen Ende des 15. Jahrhunderts im süddeutschen Raum aufkam und breitere, rundere Formen zeigt als Textura und Fraktur. Sie prägte viele Drucke der Reformationszeit, wurde im 16. Jahrhundert als Hauptschrift von der Fraktur abgelöst und diente danach oft als Auszeichnungsschrift in Frakturtexten.
Fraktur
Gruppe gebrochener Schriften, deren Rundungen in Ecken „gebrochen“ sind. Im deutschsprachigen Raum war die Fraktur bis ins 20. Jahrhundert eine verbreitete Druckschrift; 1941 erklärte die NS-Regierung per Erlass (Normalschrifterlass) die Antiqua zur Normalschrift, danach verlor die Fraktur rasch an Bedeutung.
Antiqua
Antiqua bezeichnet Schriften mit Serifen und wechselnder Strichstärke, deren Formen auf die Buchschriften der italienischen Renaissance zurückgehen. Im deutschen Sprachraum wurde der Begriff historisch auch allgemein für lateinische Schriften im Gegensatz zu gebrochenen Schriften wie der Fraktur verwendet.


Stand: