Glossar

Textura.

Auch: Textur

Gebrochene Schrift des Spätmittelalters mit schmalen, eng stehenden und stark gebrochenen Formen, deren Schriftbild an ein gewebtes Muster erinnert. Gutenberg verwendete eine Textura für die 42-zeilige Bibel.


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Siehe auch

Fraktur
Gruppe gebrochener Schriften, deren Rundungen in Ecken „gebrochen“ sind. Im deutschsprachigen Raum war die Fraktur bis ins 20. Jahrhundert eine verbreitete Druckschrift; 1941 erklärte die NS-Regierung per Erlass (Normalschrifterlass) die Antiqua zur Normalschrift, danach verlor die Fraktur rasch an Bedeutung.
Gutenberg-Bibel
Lateinische Bibel, die Johannes Gutenberg mit seiner Werkstatt in Mainz mit beweglichen Metalllettern druckte; sie war um die Mitte der 1450er-Jahre fertiggestellt. Sie gilt als erstes großes gedrucktes Buch Europas und ist nach den 42 Zeilen pro Spalte auch als B42 bekannt.
Antiqua
Antiqua bezeichnet Schriften mit Serifen und wechselnder Strichstärke, deren Formen auf die Buchschriften der italienischen Renaissance zurückgehen. Im deutschen Sprachraum wurde der Begriff historisch auch allgemein für lateinische Schriften im Gegensatz zu gebrochenen Schriften wie der Fraktur verwendet.
Inkunabel
Druckwerk aus der Frühzeit des Buchdrucks mit beweglichen Lettern, genauer: vor dem 1. Januar 1501 gedruckt. Der Begriff leitet sich vom lateinischen „cunabula“ (Wiege, Windeln) ab, deshalb spricht man im Deutschen auch von Wiegendrucken.


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