Glossar

Flexodruck.

Auch: Flexografie

Hochdruckverfahren mit flexiblen Druckplatten aus Fotopolymer oder Gummi und dünnflüssigen, schnell trocknenden Farben. Es wird vor allem für Verpackungen, Etiketten, Folien und Wellpappe eingesetzt.


01

Erklärung

Wie beim klassischen Buchdruck stehen die druckenden Stellen der Druckform erhaben. Die Platte ist jedoch elastisch und wird auf einen Zylinder montiert. Die Farbe gelangt über eine fein gravierte Rasterwalze (Aniloxwalze) gleichmäßig dosiert auf die Druckform und von dort auf den Bedruckstoff.

  • Druckt auf sehr unterschiedliche Materialien: Papier, Karton, Kunststofffolien, Wellpappe.
  • Geeignet für den Rollendruck und damit für hohe Auflagen, etwa bei Verpackungen und Etiketten.
  • Die Farben trocknen schnell, was auch auf nicht saugenden Materialien wichtig ist.

Durch die weiche Druckform kann sich die Farbe an den Rändern leicht verdrängen, erkennbar an einem feinen Quetschrand. Die Qualität hat sich durch digitale Plattenherstellung und feinere Raster in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verbessert. Für Privatkunden spielt der Flexodruck selten eine direkte Rolle, begegnet einem aber täglich auf Verpackungen.


02

Siehe auch

Hochdruck
Druckverfahren, bei dem die druckenden Teile der Druckform erhaben über den nicht druckenden Teilen liegen. Nur die erhöhten Stellen nehmen Farbe an und geben sie an das Papier ab – wie bei einem Stempel.
Offsetdruck
Das am weitesten verbreitete industrielle Druckverfahren für Papierdrucksachen. Es ist ein indirektes Flachdruckverfahren: Die Farbe gelangt von der Druckplatte zunächst auf ein Gummituch und von dort auf das Papier.
Tiefdruck
Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Die Farbe wird in diese Vertiefungen gefüllt, die Oberfläche abgerakelt und die Farbe unter Druck auf den Bedruckstoff übertragen.



Stand: