Schilder
Bedruckte Schilder aus Aluminium-Verbund, Hartschaum oder Acrylglas — für Firmeneingang, Praxis, Baustelle und Innenräume.
Mehr →Aluminium-Verbund, Hartschaum-PVC, Acrylglas oder Hohlkammerplatte: Welches Plattenmaterial sich für welches Schild eignet, was im Außenbereich zählt und wie Schilder montiert werden.
Ob Praxisschild neben der Haustür, Wegweiser im Firmengebäude, Baustellentafel oder Dekoschild im Laden: Bedruckte Platten sind langlebiger und formstabiler als Papier. Das Material entscheidet darüber, wie lange ein Schild hält, wie hochwertig es wirkt und wie es befestigt werden kann. Die wichtigste Frage lautet deshalb zuerst: Hängt das Schild drinnen oder draußen — und wie lange soll es dort bleiben?
Heute werden Platten häufig im Direktdruck bedruckt: Großformatdrucker tragen UV-härtende Tinten direkt auf das Material auf, die unter UV-Licht sofort aushärten. Alternativ wird eine bedruckte Klebefolie auf die Platte kaschiert. Für den Außeneinsatz kann ein zusätzliches Schutzlaminat oder ein Schutzlack die Druckfarben vor Abrieb und UV-Strahlung schützen. Welches Verfahren eine Druckerei nutzt und wie lange die Farben im Freien halten, hängt von Material, Tinte, Ausrichtung zur Sonne und Witterung ab; fragen Sie die Druckerei nach Erfahrungswerten für Ihren Einsatzort.
| Material | Eigenschaften | Typischer Einsatz |
|---|---|---|
| Aluminium-Verbundplatte | zwei dünne Aluminiumdeckschichten mit Kunststoffkern; formstabil, witterungsbeständig, relativ leicht | Firmen- und Praxisschilder, Fassadenschilder, dauerhafte Außenbeschilderung |
| Hartschaum-PVC | leicht, gut zu schneiden und zu bohren, glatte Oberfläche; bei Hitze und dauernder Sonne weniger formstabil | Innenbeschilderung, Messe, Ladenbau, kurzfristige Außenwerbung |
| Acrylglas (PMMA) | klar und brillant, hochwertige Anmutung, kratzempfindlicher als Glas | Praxis- und Kanzleischilder, Wandbilder, Empfangsbereiche |
| Polystyrol | dünn, leicht, günstig, eher steif | Innenschilder, Preisschilder, Displays am Verkaufspunkt |
| Hohlkammerplatte (meist Polypropylen) | sehr leicht, wasserfest, stegförmiger Aufbau | Wahl- und Veranstaltungswerbung, Baustellen- und Hinweisschilder auf Zeit |
| Leichtschaumplatte | Schaumkern mit Kartonoberfläche, sehr leicht, feuchtigkeitsempfindlich | Präsentationen, Ausstellungen, Innendekoration |
Verbundplatten mit Aluminiumdeckschichten sind der Standard für Schilder, die jahrelang an der Fassade oder am Zaun hängen sollen. Sie rosten nicht, verziehen sich kaum und lassen sich gut bohren. Üblich sind Stärken von wenigen Millimetern. Die Oberfläche ist meist weiß lackiert; es gibt auch gebürstete Optiken, bei denen unbedruckte Stellen metallisch wirken.
Acrylglas wird oft von hinten bedruckt, sodass das Motiv geschützt hinter der Platte liegt und durch das Material hindurch betrachtet wird. Dafür muss das Motiv spiegelverkehrt gedruckt und meist mit einer weißen Deckschicht hinterlegt werden — die Druckerei weiß, wie die Daten angelegt werden müssen. In Kombination mit Abstandhaltern entsteht ein schwebender Effekt, der bei Praxis- und Kanzleischildern beliebt ist.
Schilder werden aus unterschiedlichen Entfernungen gelesen: Ein Türschild aus einem Meter, ein Fassadenschild vom Gehweg gegenüber. Wählen Sie Schriftgröße und Kontrast entsprechend und beschränken Sie sich auf das Wesentliche. Planen Sie Bohrlöcher bereits in der Gestaltung ein und halten Sie dort Abstand zu Text und Logo; bei abgerundeten Ecken gilt dasselbe. Ob Anschnitt nötig ist, hängt vom Verfahren ab — bei Plattendruck wird oft mit Anschnitt gearbeitet, bei konturgefrästen Formen mit einer separaten Schneidkontur. Maßgeblich ist das Datenblatt der Druckerei.