Planung

Banner-Materialien: PVC, Mesh und Stoff im Vergleich

Bauzaun, Fassade, Messestand oder Vereinsfest: Welches Bannermaterial wofür geeignet ist — plus Konfektion, Brandschutz und Auflösung.

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Banner gehören zu den vielseitigsten Werbemitteln, doch „Banner“ ist nicht gleich „Banner“. Das Material entscheidet, ob ein Motiv Wind und Regen übersteht, wie es aus der Nähe wirkt und ob es in Innenräumen überhaupt aufgehängt werden darf.

Die wichtigsten Materialien

MaterialEigenschaftenEinsatz
PVC-Plane (Frontlit)robust, wetterfest, reißfest; die StandardlösungZäune, Fassaden, Veranstaltungen im Freien
Mesh (Netzvinyl)gitterartig, winddurchlässig; Motiv aus der Nähe leicht durchscheinendBaugerüste, Bauzäune, große Flächen im Wind
Blockout-Planelichtundurchlässig, beidseitig bedruckbarfrei hängende Banner, die von beiden Seiten sichtbar sind
Stoffbanner (Polyester)leicht, knitterarm, edle textile Optik; oft waschbarMessen, Bühnen, Innenräume
Backlitlichtdurchlässig für HinterleuchtungLeuchtkästen, Displays

Wind: das unterschätzte Problem

Eine geschlossene PVC-Plane wirkt bei Wind wie ein Segel. An Bauzäunen und Gerüsten führt das zu hohen Kräften auf Befestigung und Untergrund. Mesh-Banner lassen einen Teil des Winds durch und sind deshalb für große Flächen im Freien meist die sicherere Wahl. Zusätzlich helfen Windschlitze und ausreichend viele Befestigungspunkte.

Konfektion

  • Ösen: Metallringe am Rand zum Befestigen mit Kabelbindern oder Spanngummis; der Abstand wird bei der Bestellung festgelegt.
  • Saum: umgeschlagener und verschweißter (PVC) oder vernähter (Stoff) Rand, der das Material verstärkt.
  • Hohlsaum (Tunnelzug): offener Saum zum Durchschieben einer Stange.
  • Keder: eingenähter oder eingeschweißter Wulst für Rahmen- und Schienensysteme.

Brandschutz

Für Messen, Versammlungsstätten und öffentliche Gebäude sind schwer entflammbare Materialien in der Regel vorgeschrieben oder werden von Veranstaltern verlangt. In Deutschland ist dafür die Klassifizierung B1 nach DIN 4102-1 verbreitet, europaweit die Einstufung nach EN 13501-1. Vor der Bestellung lohnt ein Blick in die Ausstellerrichtlinien; ein Zertifikat für das Material stellt die Druckerei in der Regel zur Verfügung.

Auflösung für Großformate

Banner werden aus größerer Entfernung betrachtet als ein Flyer. Deshalb reicht eine geringere Auflösung im Endformat — häufig werden 100 bis 150 dpi empfohlen, bei sehr großen Motiven auch weniger. Viele Druckereien arbeiten mit Daten im verkleinerten Maßstab (z. B. 1 : 10) — die Auflösung muss dann entsprechend höher sein, bei 1 : 10 also das Zehnfache. Texte und Logos sollten dennoch als Vektoren angelegt sein, damit Kanten scharf bleiben.