Glossar

Schriftsetzer.

Auch: Setzer, Handsetzer, Maschinensetzer

Handwerksberuf, der Texte für den Druck aus Lettern zusammensetzte (Handsatz) oder an Setzmaschinen erfasste (Maschinensatz) und die Druckform gestaltete. Mit Fotosatz und Desktop-Publishing wandelte sich der Beruf grundlegend; in Deutschland ging er Ende der 1990er-Jahre in der Ausbildung zum Mediengestalter auf.


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Siehe auch

Bleisatz
Bleisatz ist das Setzen von Texten mit gegossenen Metalllettern aus einer Legierung auf Bleibasis. Neben dem Handsatz setzten sich ab dem späten 19. Jahrhundert Setzmaschinen wie die Linotype (Zeilenguss) und die Monotype (Einzelbuchstabenguss) durch; im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Bleisatz vom Foto- und Digitalsatz abgelöst.
Setzkasten
Flacher Holzkasten mit vielen unterschiedlich großen Fächern, in dem die Lettern einer Schrift in einem bestimmten Schriftgrad und Schnitt für den Handsatz aufbewahrt werden. Häufig benötigte Buchstaben liegen in größeren, gut erreichbaren Fächern.
Linotype
Von Ottmar Mergenthaler entwickelte Setzmaschine, die ab 1886 in der Praxis eingesetzt wurde. Sie setzte Matrizen über eine Tastatur zu Zeilen zusammen und goss jede Zeile als einen Bleikörper. Die Linotype beschleunigte vor allem den Zeitungssatz erheblich und blieb bis zur Einführung des Fotosatzes weit verbreitet.
Monotype
Gegen Ende des 19. Jahrhunderts von Tolbert Lanston entwickeltes Setz- und Gießsystem, das – anders als die Linotype – einzelne Buchstaben goss. Die Texteingabe am Taster erzeugte einen Lochstreifen, der die separate Gießmaschine steuerte. Der Einzelbuchstabensatz erlaubte nachträgliche Korrekturen und war vor allem im Werksatz verbreitet.
Gautschen
In der Papierherstellung das Übertragen des frisch geschöpften, nassen Papierbogens vom Sieb auf einen Filz. Außerdem bezeichnet es einen alten Brauch der Buchdrucker und Schriftsetzer, bei dem Auszubildende nach der Lehre in einer Zeremonie ins Wasser getaucht und mit einem Gautschbrief in den Berufsstand aufgenommen werden.
Fotosatz
Satzverfahren, bei dem die Schriftzeichen fotografisch auf Film oder Fotopapier belichtet werden statt aus Metalllettern gesetzt. Der Fotosatz verdrängte in den 1960er- und 1970er-Jahren zunehmend den Bleisatz und wurde seinerseits ab Ende der 1980er-Jahre durch Desktop-Publishing abgelöst.


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