Glossar

Heliogravüre.

Auch: Photogravüre, Fotogravüre, Photogravure

Fotografisches Tiefdruckverfahren des späten 19. Jahrhunderts, bei dem ein Bild über lichtempfindliches Pigmentpapier auf eine gekörnte Kupferplatte übertragen und eingeätzt wird. Heliogravüren geben feinste Halbtöne wieder und wurden vor allem für hochwertige Kunst- und Fotoreproduktionen genutzt; als maßgeblicher Entwickler gilt Karl Klíč.


01

Siehe auch

Tiefdruck
Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Die Farbe wird in diese Vertiefungen gefüllt, die Oberfläche abgerakelt und die Farbe unter Druck auf den Bedruckstoff übertragen.
Aquatinta
Aquatinta ist ein Tiefdruckverfahren der Druckgrafik, mit dem sich flächige Tonwerte erzeugen lassen. Auf die Kupferplatte wird ein feines Harz- oder Asphaltpulver aufgeschmolzen; die Säure ätzt nur die Zwischenräume, die später Farbe aufnehmen.
Halbton
Bild mit stufenlosen Übergängen von Hell nach Dunkel, etwa ein Foto. Da Druckverfahren wie der Offsetdruck nur „Farbe oder keine Farbe“ drucken können, müssen Halbtonbilder vor dem Druck in Rasterpunkte zerlegt werden.
Autotypie
Die Autotypie ist das Verfahren, Halbtonbilder wie Fotos durch ein Raster aus unterschiedlich großen Punkten druckbar zu machen. Sie wurde gegen Ende des 19. Jahrhunderts entwickelt und ist bis heute die Grundlage der klassischen Rasterung.
Kupferstich
Tiefdrucktechnik, bei der das Motiv mit einem Grabstichel in eine Kupferplatte geschnitten wird; die Farbe sitzt in den Vertiefungen und wird unter hohem Druck auf feuchtes Papier übertragen. Der Kupferstich entstand im 15. Jahrhundert und war lange ein wichtiges Verfahren für Buchillustration, Landkarten und Kunstdrucke.


Stand: