Glossar

Fadenheftung.

Auch: Fadenbindung, Fadengeheftet

Bindeverfahren, bei dem die einzelnen gefalzten Lagen eines Buchblocks mit Faden durch den Bund geheftet und miteinander verbunden werden. Sie gilt als besonders haltbar und lässt Bücher gut aufschlagen.


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Erklärung

Bei der Fadenheftung wird der Inhalt zunächst auf große Bogen gedruckt und zu Lagen (Falzbogen) gefalzt. Jede Lage wird im Falz mit Faden durchstochen und geheftet, anschließend werden die Lagen untereinander verbunden. So entsteht ein Buchblock, dessen Seiten nicht einzeln, sondern lagenweise zusammengehalten werden.

  • Sehr haltbar, auch bei häufigem Aufschlagen und langer Nutzung.
  • Das Buch lässt sich weit öffnen, Inhalte bis nah an den Bund bleiben lesbar.
  • Aufwendiger und meist teurer als eine Klebebindung.

Fadengeheftete Buchblöcke werden sowohl als Hardcover als auch als Broschur (Softcover) verarbeitet. Die Fadenheftung ist typisch für hochwertige Bücher, Nachschlagewerke und Bildbände. Ob sie für eine bestimmte Seitenzahl und ein Papier angeboten wird, hängt von der Druckerei ab.


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Siehe auch

Klebebindung
Bindeverfahren, bei dem die Seiten eines Buchblocks am Rücken miteinander verklebt und in einen Umschlag eingehängt werden. Es ist die übliche Bindung für Taschenbücher, Kataloge und viele Abschlussarbeiten.
Einband
Äußere Hülle eines Buches oder einer Broschüre, die den Buchblock schützt. Man unterscheidet grob den festen Einband (Hardcover) mit einer Buchdecke aus bezogener Pappe und den flexiblen Einband (Broschur, Softcover) aus Karton.
Lage
Eine Lage ist ein gefalzter Druckbogen, der als Einheit in den Buchblock eingeht – zum Beispiel 16 Seiten aus einem Bogen mit drei Kreuzbrüchen. Aus mehreren Lagen wird der Buchblock zusammengetragen und gebunden.
Kapitalband
Schmales, meist farbiges Stoffband, das an Kopf und Fuß des Buchblockrückens angebracht wird. Bei heutigen Büchern ist es überwiegend Zierde; bei historischen Einbänden war es oft von Hand umstochen und trug zur Stabilität bei.
Falz
Kante, die beim Umbiegen (Falzen) eines Papierbogens entsteht, sowie der Arbeitsschritt selbst. Die Art, wie ein Bogen gefalzt wird, bestimmt Seitenzahl, Leserichtung und Endformat eines Flyers oder einer Lage.



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