Welches Papier für die Dissertation?
Holzfrei oder Naturpapier, 80 oder 90 g/m², Hardcover oder Softcover — die wichtigsten Entscheidungen für den Dissertationsdruck, knapp erklärt.
Weiterlesen →Was sagt g/m² wirklich aus? Welche Grammatur passt zu welcher Drucksache? Eine knappe Einführung mit Werten für die häufigsten Anwendungen.
Wenn Papier mit 90 g/m² oder 350 g/m² angegeben wird, ist damit das Flächengewicht gemeint: Wieviel Gramm wiegt ein Quadratmeter dieses Papiers? Höhere Werte bedeuten dickeres und schwereres Papier — aber nicht zwangsläufig besseres.
| Grammatur | Typische Anwendung | Anmutung |
|---|---|---|
| 60–80 g/m² | Innenseiten dicker Bücher, Zeitungen | leicht, durchscheinend |
| 90–100 g/m² | Briefpapier, Buchinnenseiten | Standard |
| 120–135 g/m² | Flyer, Mailings, Briefe | spürbar fester |
| 170 g/m² | Premium-Flyer, Plakate (innen) | deutlich, kein Durchscheinen |
| 250–300 g/m² | Postkarten, dünne Broschüren-Cover | kartonartig |
| 350 g/m² | Visitenkarten (Standard), Postkarten | dick, fest |
| 500–600 g/m² | Premium-Visitenkarten (Touchcover) | doppellagig, samtig |
Unter ca. 80 g/m² beginnt der Druck auf der Rückseite vorzuscheinen. Bei einseitigem Druck (z. B. Flyer mit nur einer bedruckten Seite) ist das egal. Bei beidseitigem Druck und Texten lohnt sich mindestens 90 g/m². Für Bilder und Vollflächen besser 120–135 g/m².
Zwei Papiere mit identischer Grammatur können sehr unterschiedlich wirken — abhängig von Faserstoff (Holzschliff, Zellstoff), Strich (gestrichen oder ungestrichen), Glätte und Volumen. Naturpapier 350 g/m² fühlt sich anders an als Bilderdruckpapier 350 g/m². Im Zweifel: Papiermuster anfordern.