Glossar

Glossar: Druckveredelung

UV-Lack, Cellophanierung, Heißfolie, Prägung, Stanzung — die wichtigsten Veredelungstechniken im Druck, kompakt erklärt.

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Veredelung beschreibt alles, was nach dem eigentlichen Druck mit dem Papier passiert: Schutz, Optik, Haptik. Hier eine kompakte Übersicht der gängigsten Techniken im deutschsprachigen Markt.

Lacke

UV-Lack vollflächig

Ein klarer Lack, der die ganze Druckfläche überzieht und unter UV-Licht aushärtet. Schützt die Druckfarbe, gibt einheitlichen Glanz oder Mattheit (je nach Lack). Standardveredelung für Visitenkarten, Flyer und Postkarten.

Partieller UV-Lack (Spotlack)

Ein UV-Lack, der nur auf bestimmten Elementen aufgebracht wird — typisch auf Logo, Headline oder Bild. Auf mattem Untergrund entsteht so ein punktueller Glanz, der Aufmerksamkeit lenkt.

Folienkaschierung

Cellophanierung (Folienlaminierung)

Eine dünne Kunststofffolie wird vollflächig auf den Druck aufgezogen — schützt vor Abrieb und Feuchtigkeit. Matt wirkt edel, glänzend wirkt frisch. Soft-Touch ist eine Variante mit samtartiger Haptik (Premium-Visitenkarten, Image-Broschüren).

Heißfolienprägung

Metallisch glänzende Folie (Gold, Silber, Kupfer) wird mit Hitze und Druck auf einen Bereich übertragen. Klassisch für Buchtitel, Logos, Hochzeitseinladungen. Aufwändig (eigenes Prägewerkzeug nötig), aber optisch sehr wirkungsvoll.

Prägungen

Blindprägung

Eine Erhebung im Papier ohne Farbe. Wirkt dezent und taktil — der Empfänger fühlt eher, als dass er sieht. Beliebt auf Visitenkarten und Hochzeitskarten.

Reliefprägung

Mehrstufige Prägung mit unterschiedlichen Höhen — erzeugt plastische Reliefs, vor allem für Logos und Wappen. Premium-Veredelung, die ein eigenes mehrlagiges Prägewerkzeug erfordert.

Stanzung & Schnitt

Formstanzung

Individueller Beschnitt jenseits des rechteckigen Formats — runde Ecken, Aussparungen, Logo-Konturen. Erfordert ein Stanzwerkzeug; ab ca. 250 Stück amortisiert sich der Aufpreis.

Lochstanzung

Vorbereitete Löcher für Anhängelaschen, Ringe oder Ösen — Hangtags, Banner-Aufhängungen, Loseblattsammlungen.

Sonstige

Farbschnitt

Eingefärbte Schnittkanten — meist auf dickeren Visitenkarten (Touchcover, 600 g/m²). Subtil und Premium. Beliebte Farben: Schwarz, Bordeauxrot, Gold.

Rillung

Saubere Falzkante in dickem Papier. Ohne Rillung bricht der Druck an der Falz. Pflicht bei Falzflyern und Klappkarten ab 200 g/m².