Glossar

Stahlstich.

Auch: Steel Engraving

Der Stahlstich ist ein Tiefdruckverfahren, bei dem wie beim Kupferstich in eine Metallplatte gestochen wird – jedoch in verschleißfesten Stahl. Er setzte sich in den 1820er-Jahren, ausgehend von England, durch und ermöglichte deutlich höhere Auflagen bei gleichbleibend feinen Linien, etwa für Buchillustrationen und Ansichten. Das verwandte Stichtiefdruckverfahren wird bis heute für Banknoten und teils für Briefmarken genutzt.


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Siehe auch

Kupferstich
Tiefdrucktechnik, bei der das Motiv mit einem Grabstichel in eine Kupferplatte geschnitten wird; die Farbe sitzt in den Vertiefungen und wird unter hohem Druck auf feuchtes Papier übertragen. Der Kupferstich entstand im 15. Jahrhundert und war lange ein wichtiges Verfahren für Buchillustration, Landkarten und Kunstdrucke.
Tiefdruck
Beim Tiefdruck liegen die druckenden Stellen vertieft in der Druckform. Die Farbe wird in diese Vertiefungen gefüllt, die Oberfläche abgerakelt und die Farbe unter Druck auf den Bedruckstoff übertragen.
Radierung
Künstlerisches Tiefdruckverfahren, bei dem eine Metallplatte mit einem säurefesten Ätzgrund überzogen wird. Die Zeichnung wird mit einer Nadel in den Grund geritzt, anschließend ätzt eine Säure die freigelegten Linien in die Platte; beim Drucken wird die Farbe aus diesen Vertiefungen auf feuchtes Papier übertragen.
Heliogravüre
Fotografisches Tiefdruckverfahren des späten 19. Jahrhunderts, bei dem ein Bild über lichtempfindliches Pigmentpapier auf eine gekörnte Kupferplatte übertragen und eingeätzt wird. Heliogravüren geben feinste Halbtöne wieder und wurden vor allem für hochwertige Kunst- und Fotoreproduktionen genutzt; als maßgeblicher Entwickler gilt Karl Klíč.


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