Glossar

Schriftgießerei.

Auch: Schriftguss, Typengießerei

Betrieb, der Drucktypen aus Metall gießt und als komplette Schriften an Druckereien liefert. Grundlage sind von Stempelschneidern gefertigte Patrizen und daraus abgeleitete Matrizen; gegossen wurde zunächst mit dem Handgießinstrument, ab dem 19. Jahrhundert zunehmend mit Gießmaschinen.


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Siehe auch

Patrize
Im Schriftguss ein Stahlstempel, auf dessen Stirnseite ein Buchstabe erhaben und seitenverkehrt geschnitten ist. Die Patrize wird in einen Block aus weicherem Metall, meist Kupfer, eingeschlagen und erzeugt so die vertiefte Matrize, die als Gussform dient.
Matrize
Allgemein eine Negativform, in der ein Positiv abgeformt oder gegossen wird. Im Schriftguss ist die Matrize ein Metallblock mit dem vertieften, seitenrichtig lesbaren Buchstabenbild, das mit der Patrize eingeschlagen wurde; in der Stereotypie bezeichnet „Mater“ die Papierform, in die eine ganze Satzseite abgeformt wird.
Handgießinstrument
Von Johannes Gutenberg entwickeltes Werkzeug, mit dem sich Drucktypen aus Metall in großer Zahl und mit einheitlicher Höhe gießen ließen. Zusammen mit Matrizen und einer Legierung auf Bleibasis war es eine Schlüsselerfindung des Buchdrucks mit beweglichen Lettern.
Letter
Eine Letter ist ein einzelner Buchstabe oder ein Zeichen als Druckform im Hochdruck, meist aus einer Bleilegierung gegossen, bei großen Schriften auch aus Holz. Das Schriftbild steht seitenverkehrt und erhaben auf einem Körper einheitlicher Höhe, sodass sich Lettern beliebig zu Zeilen und Seiten zusammensetzen lassen.
Bleisatz
Bleisatz ist das Setzen von Texten mit gegossenen Metalllettern aus einer Legierung auf Bleibasis. Neben dem Handsatz setzten sich ab dem späten 19. Jahrhundert Setzmaschinen wie die Linotype (Zeilenguss) und die Monotype (Einzelbuchstabenguss) durch; im Laufe des 20. Jahrhunderts wurde der Bleisatz vom Foto- und Digitalsatz abgelöst.


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