Glossar

Gegossene Folie.

Auch: Cast-Folie, Gießfolie

Selbstklebefolie, deren Kunststofffilm (meist PVC) als flüssige Masse auf einen Träger gegossen und getrocknet wird. Gegossene Folien sind dünn, sehr formstabil und schrumpfen kaum; sie eignen sich deshalb für gewölbte Flächen wie Fahrzeuge. Kalandrierte Folien werden dagegen zwischen Walzen ausgewalzt, sind günstiger und vor allem für ebene Flächen gedacht.


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Erklärung

Die Herstellung prägt das Verhalten einer Folie. Beim Gießen entsteht der Film nahezu spannungsfrei. Beim Kalandrieren wird die Masse gestreckt; die Folie „erinnert“ sich an diesen Zustand und neigt dazu, sich mit der Zeit zusammenzuziehen. Das kann an Kanten zu sichtbaren Klebstoffrändern führen, besonders wenn die Folie über Rundungen gezogen wurde.

EigenschaftGegossene FolieKalandrierte Folie
Formstabilitätsehr hoch, kaum Schrumpfgeringer, Schrumpf möglich
Verformbarkeitgut für Wölbungen und Sickeneher für ebene oder leicht gewölbte Flächen
Typische AnwendungFahrzeugbeklebung, langlebige AußenwerbungSchilder, Schaufenster, kurz- bis mittelfristige Aktionen
Preishöhergünstiger

Angaben zur Haltbarkeit machen die Folienhersteller für ihre Produkte; sie hängen stark von Standort, Ausrichtung und Pflege ab.


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Siehe auch

Plotterschnitt
Zuschnitt von Folie, Papier oder anderen Materialien mit einem computergesteuerten Schneideplotter entlang einer Vektorkontur. Das Verfahren wird etwa für Aufkleber in freien Formen, Beschriftungen und Flex- oder Flockfolien im Textildruck verwendet.
Übertragungsfolie
Schwach klebendes Band oder Papier, das auf eine geplottete und entgitterte Folienbeschriftung aufgebracht wird. Es hält die einzelnen Buchstaben in Position, damit sie gemeinsam vom Trägerpapier gelöst und auf den Untergrund übertragen werden können; danach wird es abgezogen.
Laminieren
Umgangssprachlich das Überziehen eines Druckbogens mit einer dünnen Kunststofffolie zum Schutz vor Feuchtigkeit, Abrieb und Verschmutzung. In Druckereien spricht man bei einseitig oder beidseitig aufgebrachter Folie meist von Folienkaschierung; beim Laminieren im engeren Sinne wird das Blatt vollständig in Folie eingeschweißt.
Solventdruck
Inkjet-Großformatdruck mit lösemittelhaltigen Tinten, die die Oberfläche von Materialien wie PVC-Folien und -Planen leicht anlösen, sich dort verankern und dadurch wetter- und abriebfeste Drucke ergeben. Eco-Solvent-Tinten verwenden mildere Lösemittel; vor dem Laminieren müssen Solventdrucke in der Regel ausgasen.
Monomere Folie
Monomere Folie ist eine kalandrierte PVC-Klebefolie mit niedermolekularen (monomeren) Weichmachern. Sie ist preiswert und für ebene Flächen sowie kurz- bis mittelfristige Anwendungen geeignet. Weil die Weichmacher mit der Zeit abwandern, wird sie spröder und neigt stärker zum Schrumpfen als polymere oder gegossene Folie.
Polymere Folie
Polymere Folie ist eine kalandrierte PVC-Klebefolie mit hochmolekularen (polymeren) Weichmachern, die kaum abwandern. Sie ist formstabiler und langlebiger als monomere Folie und eignet sich für längere Außeneinsätze und leicht gewölbte Flächen; für starke Verformungen, etwa bei Fahrzeugbeschriftungen über Sicken, wird eher gegossene Folie verwendet.



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